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Augen auf - Zivilcourage zeigen

Grenzgang-Festival bei Myspace
Körber Stiftung

Bürgerstiftung Dresden

Deutsche Nationalstiftung

Skoda

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Ausstellung: NAHTSTELLEN

"In der neuen Ausstellung richtet Reporter ohne Grenzen den Blick nach Osteuropa und Zentralasien, weil in vielen dieser Länder die Situation der Presse- und Meinungsfreiheit prekär ist. Zehn Künstlerinnen und Künstler konfrontieren uns mit den Umbrüchen in diesen Ländern, die tief greifende politische, ökologische und persönliche Auswirkungen hatten -- und bis heute haben. Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit Reporter ohne Grenzen.

Zeit: 07.-18. September 2009

Ort: C4 Oberland, Hofeweg 41, 02730 Ebersbach

Öffnungszeiten: Montags bis Donnerstags 8:00 - 19:00 Uhr, Freitags 10:00 -
18:00 Uhr, Samstag und Sonntag 13:00 - 18:00 Uhr

Partner: Reporter ohne Grenzen e.V.

weitere Informationen: www.reporter-ohne-grenzen.de

Ausstellung: NAHE, FERNE HEIMAT

Im Jahr 2010 jährt sich das Kriegsende zum fünfundsechzigsten Mal. Noch heute sind die Spuren von Krieg und Vertreibung in unserer Region, im Dreiländereck Sachsen, Nordböhmen und Niederschlesien präsent. Aus diesem Anlass präsentiert die Brücke/Most-Stiftung zur Förderung der deutsch-tschechischen Verständigung und Zusammenarbeit eine Ausstellung mit dem Titel »Nahe, ferne Heimat – 65 Jahre Kriegsende«. Die Ausstellung informiert über das Jahr 1945 in der Region aus dem Blickwinkel der Opfer von Todesmärschen, Deportationen, Zwangsarbeit sowie Vertreibungen und Zwangsmigrationen. All diese Menschen waren 1945 »nah und doch fern ihrer Heimat« und blickten in eine unsichere Zukunft. Es werden die Ursachen, Hintergründe und Folgen des Krieges beleuchtet und anhand von individuellen Schicksalen beispielhaft dargestellt. Das Leid Einzelner steht hier für das Leid Vieler aus unterschiedlichen Völkern und Nationen. Dabei werden die Geschehnisse in den historischen Kontext gestellt: »Die Leiden der Vertriebenen sind für alle Seiten gleich. Aber Ursachen und Folgen des Krieges sind nicht gleich.« (Wladyslaw Bartoszewski)


Zeit: 07.-18.09 2009

Ort: Rathaus Seifhennersdorf, Rathausplatz 1, 02782 Seifhennersdorf

Öffnungszeiten: Montags, Mittwochs und Freitags 8:00 - 15:00 Uhr, Dienstags und Donnerstags 8:00 - 18:00 Uhr, Samstag und Sonntag 13:00 - 18:00 Uhr

Partner: Brücke / Most Stiftung

Lesung: OLAF SUNDERMEYER LIEST "IN DER NPD. REISEN IN DIE NATIONAL BEFREITE ZONE."

Auf das «Superwahljahr» 2009 hat die NPD lange hingearbeitet. Dieses Buch zeigt auf, wie sie die einmalige Chance von 15 Wahlen nutzen will, um unter ihrem Motto «Sozial geht nur national» weiter in die Mitte der Gesellschaft vorzudringen. Es liefert die Nahaufnahme einer Partei, die als parlamentarischer Arm der neonazistischen Milieus dient. Wo diese gedeihen, waren die Autoren vor Ort: im Saarland, auf Europas größtem Rechtsrock-Festival, bei den Aufmärschen autonomer Nationalisten im Ruhrgebiet, entlang der polnischen Grenze. Und in den Landtagen von Dresden und Schwerin, wo das nötige Geld verdient wird, um den Kampf gegen die Demokratie voranzutreiben. Wie nahe darf man der NPD kommen? Nahe genug, um sie so zu zeigen, wie sie wirklich ist.

Olaf Sundermeyer, geb. 1973, studierte Journalistik und Jura im Ruhrgebiet und in Havanna. Er lebt in Berlin als Autor der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sowie verschiedener Fernsehmagazine von WDR und RBB. Seit Jahren recherchiert er im rechtsextremen Milieu.

 

Zeit: 07.09.2009, Beginn 19:00 Uhr

Ort: Grenzlandbibliothek Seifhennersdorf, Rathausplatz 1, 02782 Seifhennersdorf

Partner: Grenzlandbibliothek Seifhennersdorf

Diskussion: GRENZKRIMINALITÄT - EINE BILANZ NACH ZWEI JAHREN DER GRENZÖFFNUNG

Viele Deutsche im Dreiländereck sahen der anstehenden Grenzöffnung im Rahmen der Erweiterung des Schengener Abkommens zum Ende des Jahres 2007 eher skeptisch entgegen. Ein drohender massiver Anstieg der Grenzkriminalität wurde vor allem durch politisch rechte Kräfte propagiert.

Doch welche Bilanz lässt sich nach nunmehr 2 Jahren ziehen? Hat es einen Anstieg wirklich gegeben und in welche Richtung geht die Entwicklung tendenziell? Wie werden die Bürger über die aktuelle Situation an den Grenzen informiert? Welche positiven Effekte der Grenzöffnung lassen sich verzeichnen? Und: Ist Grenzkriminalität ein Phänomen, was nur auf deutscher Seite zu beobachten ist?

Mit diesen und anderen Fragen werden sich Herr plk. JUDr. Jiří Vorálek, Leiter des Nordböhmischen Direktorates der Polizei der Tschechischen Republik sowie Vertreter der deutschen Polizei auseinandersetzen und das Gespräch mit dem Publikum suchen.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Europaklub international e.V.

 

Zeit: 08.09.2009, Beginn 18:30 Uhr

Ort: Café Eisleben im Lutherhof Neugersdorf, Dr.-Robert-Koch-Str. 20, 02727 Neugersdorf

Partner: Europaklub international e.V.

Kino: LEROY

Leroy ist 17 Jahre, deutsch - und schwarz. Auf dem Kopf hat er einen großen Afro. Statt Hip-Hop zu hören, spielt er lieber Cello und hängt mit seinen Kumpels, dem Halbgriechen Dimi und dem Palästinenser Achmed, ab. Und alle haben eine Freundin, nur Leroy nicht. Als sich ausgerechnet die süße Eva auf dem Schulhof in ihn verguckt, ist niemand überraschter und beglückter als Leroy selbst.
Doch das erste Verliebtsein entpuppt sich als ganz schön kompliziert. Evas Familie ist so rechts, dass sie selbst ihre Wellensittiche nach Hitlers Generälen benannt hat. Ihre fünf glatzköpfigen Brüder wollen sich den schwarzen Freund der Schwester natürlich lieber heute als morgen vorknöpfen. Doch so einfach gibt Leroy nicht auf. Er trommelt seine Leute zusammen, kämpft um seine Liebe und lässt auf seine ganz eigene Art die Black-Power-Bewegung wieder aufleben, getreu dem Motto: "Werdet funky statt fascho!"

Armin Völckers Komödie LEROY schickt ihren coolen jungen Helden auf den Spuren des lässigen Blaxploitation-Kinos der Siebziger durch den Großstadtdschungel Berlins, das Abenteuer der ersten Liebe und die Gefahren des Andersseins. LEROY ist dabei nicht nur politisch herrlich unkorrekt und nimmt kein verschämtes Blatt vor den Mund, sondern hat auch einiges Wichtiges zu sagen. Die Produktion von Oliver Stoltz ("Lost Children", "Knockin' on Heaven's Door") zeigt, dass man von Rassismus und Gewalt auch frech und frei von moralinem Ballast erzählen kann. LEROY macht jede Menge Spaß und begegnet Intoleranz und brauner Dummheit mit hemmungslos schwarzem Humor. Den richtigen Beat bekommt Leroys Reise mit eigens für den Film produzierten Songs afro-/deutscher Hip-Hop-Stars wie Afrob, Curse, Harris, Clueso und zum Soundtrack beigesteuerten Songs von Seeed und Jan Delay.

Deutschland 2006 - Regie: Armin Völckers - Darsteller: Alain Morel, Anna Hausburg, Constantin von Jascheroff, Arnel Taci, Paul Maaß, Günther Kaufmann, Eva Mannschott, Afrob, Julius Jellinek, Andreas Schulz, Raphael Wildt - Prädikat: wertvoll - FSK: ab 12 - Länge: 89 min.

Zeit: 09.09.2009, Beginn 20:30 Uhr

Ort: Kunstbauerkino Großhennersdorf, Am Sportplatz 3, 02747 Großhennersdorf

Partner: Kunstbauerkino Großhennersdorf

Kino: CITIZEN HAVEL

Der Dissident wird Präsident. Von den Kommunisten wurde er verfolgt. Nach dem Fall des Regimes wurde er zum ersten Staatspräsidenten der Tschechischen Republik: Václav Havel. Zehn Jahre hatte er das höchste Staatsamt der jungen Demokratie inne. Während dieser Zeit begleitet Regisseur Pavel Koutecký den Präsidenten mit der Kamera. »Citizen Havel« erlaubt außergewöhnliche Einblicke hinter die Kulissen der Macht und in das Räderwerk der Politik. Wir erleben einen Präsidenten, der mal ironisch mit der eigenen Rolle spielt, dann wieder sich selbst inszeniert, der aber auch im Konflikt mit seinem neoliberalen Gegenspieler Václav Klaus nachdrücklich Stellung bezieht.

Erste Vorstellung: am 10.09.2009, Beginn 20:30 Uhr im Filmtheater Ebersbach, Bahnhofstr.14, 02730 Ebersbach

Zweite Vorstellung: am 16.09.2009, Beginn 20:30 Uhr im Kunstbauerkino Großhennersdorf, Am Sportplatz 3, 02747 Großhennersdorf

Partner: Filmtheater Ebersbach / Kunstbauerkino Großhennersdorf

Podiumsdiskussion: VON DER GRENZREGION ZUM OFFENEN EUROPA - CHANCEN UND PERSPEKTIVEN

Der Weg zum Nachbarn wird oft nur zum Einkaufen und Tanken gefunden, negative Entwicklungen, wie die gestiegene Grenzkriminalität, werden als  Alleinstellungsmerkmal der Entwicklung gesehen. Vorurteile und Vorbehalte sind langlebig. Zumal sie von einem vermeintlich niedrigeren Standard ausgesprochen oder gelebt werden.
Grenzüberschreitende und –übergreifende Jugendkultur findet im Gegensatz nur sporadisch und nur von einzelnen Vereinen und Gruppen statt. Soziale Ungleichstellungen und Sprachbarrieren mögen eine Ursache sein. Fremdheit der verschiedensten Entwicklungen, Unterschiede in Schulsystemen und Vorbehalte scheinen gerade unter Jugendlichen verbreitet. Klischees verdecken zudem eigene Unsicherheiten.
Wirtschaftsregionen an Grenzen können nur dann vitale Kräfte entwickeln, wenn Menschen zueinander kommen, Sprachlosigkeit überwinden und an gemeinsamen Plänen arbeiten. Die EU Osterweiterung hat äußere Rahmen geschaffen. Nutzen wir sie oder leben wir in Ignoranz? Verstecken wir unsere Unkenntnis über den Nachbarn hinter gereizter Abwehr oder nutzen wir Möglichkeiten neues Unbekanntes zu erfahren und zu erleben?
In der Podiumsdiskussion „Von der Grenzregion zum offenen Europa – Chancen und Perspektiven“ werden wir Antworten auf diese und andere Fragen suchen. Wir wollen über positive und negative Aspekte der Grenzöffnung ins Gespräch kommen, über Vorurteile, aber auch über Toleranz und Zivilcourage reden. Im Podium werden unter anderem Frau Marianne Birthler, Herr Dr. Richard Schröder, Herr Thomas Pilz, Herr Bernd Lange sowie Herr Mirko Bernas miteinander diskutieren und sich den Fragen stellen.
Innerhalb dieser Veranstaltung wird dem Verein „Augen auf e.V. Oberlausitz“ der Förderpreis der Deutschen Nationalstiftung verliehen.


Und hier ein Auszug der Fragen, die diskutiert werden:
• Gibt es in den Ländern gleiche Vorurteile und Vorbehalte? Welche
  Ursachen sind zu sehen?
• Wie kann Politik und Kultur ein engeres Miteinander befördern?
• Ist Rechtsextremismus in allen drei Staaten ein Problem? Oder:
  Welche Strategien zur Veränderung des Problems gibt es?

Zeit: 12. September 2009, Beginn 16:00 Uhr

Ort: Ev.-luth. Gemeindezentrum, Pfarrstraße 14, 02763 Zittau

Partner: Körberstiftung, Deutsche Nationalstiftung, Bürgerstiftung Dresden

Lesung und Diskussion: KERSTIN SCHNEIDER LIEST "MARIES AKTE"

"Ich weiß jetzt, was ein Fluch ist. Meine Großmutter hat mich gewarnt. Tote soll man ruhen lassen. Vielleicht hätte ich auf sie hören sollen. Aber ich wollte die Wahrheit wissen."

Maries Akte erzählt die wahre Geschichte zweier Frauen, die beide "verrückt" waren und über deren Schicksal der Zeitgeist völlig unterschiedlich richtete: Magdalena Kade glaubte 1866, die Mutter Gottes zu sehen. Ihre Großnichte Marie bildete sich 1928 ein, sie sei Jesus. Doch während Magdalena noch heute als böhmische Bernadette verehrt wird und die katholische Kirche ihre Erscheinung anerkannt hat, wurde ihre Großnichte Marie fast 100 Jahre später von den Nazis als lebensunwertes Leben im Rahmen der NS-Euthanasie ermordet.

Zeit: 13.09.2009, Beginn 18:00 Uhr

Ort: Alte Bäckerei Großhennersdorf, Am Sportplatz 3, 02747 Großhennersdorf

Partner: Alte Bäckerei Großhennersdorf

Veranstaltung: ZIVILCOURAGE ZEIGEN - GAFFEN ODER HELFEN?

Wie verhalte ich mich, wenn ich in einer Situation bin, die Zivilcourage erfordert? Woher bekomme ich Hilfe und Unterstützung? Welches Risiko ist vertretbar? Kann Zivilcourage zeigen gefährlich sein?

Auf dem ostsächsischen Konfirmandentag 2009 mit dem Titel "Schwerter zu Flugscharen" diskutieren Jugendliche mit einem Vertreter des Vereins Augen auf e.V. diese Themen und erhalten Tipps für den Umgang mit Zivilcourage.

Zeit: 19.09.2009, Beginn 10:00 Uhr

Ort: Lutherhaus Oberoderwitz, Hauptstr. 75, 02791 Oberoderwitz

Partner: Kirchgemeinde Oderwitz